Attraktivität der Namensaktie steigt mit Risikobegrenzungsgesetz

Neues aus Berlin

  • „Mit dem Risikobegrenzungsgesetz räumt der Gesetzgeber der Namensaktie als Wertpapiergattung einen weiteren wichtigen Vorteil aus Emittenten-Sicht ein“, begrüßt Thomas Licharz, Geschäftsführer des Aktienregisterführers registrar services GmbH, die Entscheidung des Bundestages. Am 27. Juni hat das Gremium das Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken (Risikobegrenzungsgesetz) verabschiedet. Der Bundesrat gab seine Zustimmung am 4. Juli. Damit möchte der Gesetzgeber auf gesamtwirtschaftlich unerwünschte Aktivitäten von Finanzinvestoren reagieren.

    Einige Änderungen des § 67 des AktG betreffen konkret die Namensaktie. Die im Aktienregister Eingetragenen müssen dem Emittenten künftig auf Verlangen mitteilen, ob ihnen die Aktien gehören oder für wen sie die Aktien halten. Die Satzung kann Näheres dazu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Eintragungen im eigenen Namen für Aktien, die einem anderen gehören, zulässig sind. Es werden auch die Termine zur Beantwortung von Anfragen geregelt. Sie haben innerhalb einer angemessenen Frist (meist 14 Tage) zu erfolgen. Wird dem Auskunftsverlangen nicht nachgekommen entfallen auch die Stimmrechte für diese Aktien. Weitere rechtliche Konsequenzen sind im Gesetz detailliert beschrieben.

    Die Bedeutung des Gesetzes für die ohnehin schon transparente Struktur der Namensaktie liegt in der verbesserten Identifizierung der Inhaber von Namensaktien. Dies war bisher ein Kritikpunkt vieler Aktiengesellschaften insbesondere bei Entscheidungsfindungen für die Umstellung von der Inhaberaktie auf diese Aktiengattung. Speziell Nominee-Eintragungen machten es vielen Gesellschaften mit Namensaktien teilweise nur mit viel Recherchearbeit möglich, die tatsächlichen Aktieninhaber ausfindig zu machen. Ausländische Investoren verbergen sich oft hinter einem “Nominee“, das heißt sie sind unter einem “Street Name“ im Aktienregister eingetragen. „Dennoch bieten auch Nominee-Eintragungen einen wichtigen Ansatz bei der Identifizierung der dahinter stehenden ‚beneficial owner’ und erleichtern die Erstellung von Shareholder Identification Reports“, erklärt Licharz den Vorteil, den die Namensaktie schon jetzt gegenüber der Inhaberaktie hatte. „Führende Anbieter von Shareholder-ID‘s bestätigen, dass die Namensaktie eine weitaus bessere Basis bei der Identifizierung der ausländischen institutionellen Endaktionäre bietet, als die Inhaberaktie.“

    Mit dem Gesetz wird man dem Ruf der Gesellschaften nach noch mehr Transparenz für die Aktienregister, die bei Namensaktien zu führen sind, gerecht. Damit wird die Namensaktie als attraktive Aktiengattung für Emittenten weiter optimiert.

    Schon jetzt wird die Namensaktie international als Standard akzeptiert und gilt als Aktiengattung der Zukunft. Sie erlaubt die Verknüpfung von IR-Maßnahmen mit Werbung für das Unternehmen und seine Produkte. Die Ad-hoc-Verfügbarkeit von Aktionärsinformationen über das Aktienregister bietet dem Emittenten eine deutlich höhere Transparenz der Aktionärsstruktur und -zusammensetzung.

    Bundesgesetzblatt

    [08.08.2008]

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